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An Education

13:25

I don't want to lose my virginity to a piece of fruit.

Spider-Man 2

08:00

I can't live your dreams anymore. I want a life of my own.
Sam Raimi (USA 2004)
Blu-Ray / Version 2.1


Nach Teil 1 wollte ich auch mal den Nachfolger wiedersehen, liegt die letzte Sichtung doch auch schon vier Jahre zurück - damals noch im Kino, als ich ihn eher enttäuschend fand bzw. nicht so gut wie sein Vorgänger. Natürlich war jetzt interessant zu erfahren ob sich meine Meinung nach den Jahren geändert hat und ich muss gestehen dass mein Ersteindruck immer noch der selbe ist. Etwas das ich im kurzen Text zum ersten Teil noch nicht erwähnt habe muss ich jetzt aber dann doch noch eingestehen: So richtig Spider-Man besessen oder ein kleiner Fan war ich noch nie und wurde ich nach all den Filmen auch nicht. Da bin ich ganz klar parteiisch auf seiten Batmans, somit haben bei mir die Spider-Man Filme keinen Bonuspunkt nur weil sich der Spinnenmann darin den Häusern entlang seilt.

Wie im letzten Beitrag geschrieben gefällt mir Teil 1 sehr gut, leider kann ich das vom zweiten Teil nicht immer behaupten. Zu oft wiederholen sich die Ereignisse vom Erstling und die Fortsetzung fühlt sich mehr wie ein Aufguss des Vorgängers mit neuem Fiesling und fortgeführter Charakterzeichnung der drei Freunde Peter Parker, M. J. und Harry Osborn aus. Neben der Tatsache dass mich Bösewicht Octavius sowieso ziemlich kalt lässt, entsteht auch er aus einem Experiment das fehlschlägt, was die Parallelen zum ersten Teil nochmals klar werden lässt. Im Prinzip ist er nichts anderes als Green Goblin, den ich dank Willem Dafoes überzeugenderen und fieseren Darstellung besser fand. Das brennende Haus kommt ebenfalls wieder vor, genauso wie Parkers Geldnot, die im ersten Teil schon ein Thema war und zwangsläufig zu seines Vaters Tod führte.



Wirklich Neues gibt es also nicht, lediglich Spider-Man wird konsequent und glaubwürdig als Charakter weiterentwickelt und bleibt nicht einfach auf dem alten Stand von Teil 1 sitzen. Er ist zwischen seiner Rolle als Held und seiner Liebe zu M.J. hin und hergerissen, weiss im Endeffekt nicht recht was er will, was das ganze Geschehen interessant und sehenswert macht, auch wenn seine Unentschlossenheit mit der Zeit nerven kann. Irgendwann erwartet man von einem Heldenvorbild auch klare Entschlüsse, ansonsten verliert so einer bei mir schnell an Glaubwürdigkeit und wird zum Weichei.

Die Action sieht hier verglichen zum Vorgänger viel unechter aus. Wusste Raimi im Erstling noch geschickt zwischen CGI und echten Stunts zu wechseln und ein harmonierendes Gesamtbild zu schaffen, sieht das in der Fortsetzung oft zu sehr nach Computergrafiken aus, die heute leider keinen mehr vom Hocker hauen können. Was bleibt ist also weiterhin ein guter Actionfilm, der aber den ersten Teil, wegen seiner Repetitionen, nie wirklich übertrümpfen kann. Die erweiterte Fassung (Spider-Man 2.1) ist übrigens für die Katz und hat kaum Mehrwert. Zieht höchstens alles nochmals in die Länge.

The Da Vinci Code

09:12

USA 2006 - Regie: Ron Howard - Kino Kiwi Winterthur - IMDb


We are in the middle of a war. One that has been going on forever to protect a secret so powerful that if revealed it would devastate the very foundations of mankind.

Ich weiss nicht recht was ich zu diesem Film sagen soll. Ich bin nicht wirklich religiös; ach was, Religion interessiert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne. Und somit bin ich auch was diese religiösen Geschichten angeht ziemlich unaufgeklärt. Trotzdem wollte ich mir diesen Film nicht entgehen lassen. Schliesslich wird er ja auch als das grösste Filmereignis des Jahres tituliert. Naja, letzteres würde ich zumindest nach der Sichtung auf keinen Fall behaupten. Das Buch hab ich auch nicht gelesen, somit sollte die Spannung bei mir noch vorhanden sein. Aber schon mal vorweg: Der Film konnte mich nur in den seltensten Fällen wirklich mitreissen. Die Schauspieler spielen definitiv unter ihrem Können. Vor allem Tom Hanks. Er spielt irgendwie nicht speziell halt die stereotypische Darstellung. Ne, er kann mehr. Gleiches gilt für Audrey Tautou, die aber wenigstens noch mit ihrem Aussehen punkten kann. Nicht falsch verstehen, sie spielen gut, aber bei so einem Film erwarte ich noch ein wenig mehr. Paul Bettany als Mönch dagegen spielt gut. Am besten jedoch gefiel mir Ian McKellen. Er bringt endlich das in den Film, was man in der ersten Hälfte schmerzlichst vermisste. Nämlich ein wenig Witz. Der Film leiert Fakten für Fakten hinunter und widerlegt diese ständig wieder. Das kann als Buch ganz interessant sein, funktioniert meiner Meinung nach bei einem Film jedoch nicht. Da muss man viel mehr Dynamik mit rein bringen und nicht einfach Szene für Szene hintereinander setzen wie sie im Buch vorkommen und mit einem Soundtrack versehen. Film ist einfach nicht gleich Buch! Was die Präsentation anbelangt ist der Film aber solide. Aber auch dort bietet er nichts Besonderes. Wie schon gesagt war mir das Geschehen aber zu wenig spannend. Es ist eine einzige grosse Schnitzeljagd. Leute denen die Religion wirklich sehr zu Herzen liegt und das Hintergrundwissen in den Film mitnehmen können, die werden vielleicht ziemlich erschrocken sein ab der Dinge die man dort erfährt. Mich jedoch lies es ziemlich kalt, weil ich wie schon gesagt noch nicht einmal wirklich fest an die uns alltäglichen religiösen „Gegebenheiten“ glaube. Ob Jesus nun mit Maria Kinder hatte oder nicht Haut mich jetzt nämlich wirklich nicht vom Hocker. Dass es sogar Leute gibt, die extra zu den Schauplätzen reisen um das ganze ausfindig zu machen, macht mich gleich noch mehr stutzig. Hallo? In meinen Augen ist das lediglich Fiktion. Ich mein ich könnte auch ein paar Dinge über Religionsgeschichten anders erzählen und das ganze innert Roman publizieren, aber das macht es noch längst nicht zu einer möglichen Wahrheit. Könnte Brown die Herkunft seiner ganzen Theorien beweisen wäre das aber natürlich eine ganz andere Sache. So ist es für mich aber einfach Hokuspokus, den jeder am Stammtisch verzapfen könnte.

Wie dem auch sei, der Film ist solide Kost, subjektiv gesehen von meiner Seite aus war er aber nur in den seltensten Fällen wirklich interessant. Zudem ist er vielleicht auch noch ein Spürchen zu lang geraten und das Ende ist irgendwie Fehl am Platz. Ich weiss nicht, aber auf mich wirkt es wie vergessen und dann wieder schnell eingefügt. Tolle Kulissen, gute Schauspieler und ein guter Soundtrack machen eben doch noch keinen guten Film aus. Ich muss zugeben, ich bin doch ein wenig enttäuscht. Atmosphäre ist schon vorhanden, aber es fehlt dem Film an Dynamik. Ach, ich bin wirklich enttäuscht, da wäre soviel mehr drin gewesen! Aber 30 Millionen $ allein am Starttag wohlgemerkt, werden eine weitere Verfilmung eines Dan Browns Roman wohl für sicher erklären. Ein Regisseurwechsel wäre dabei jedoch sicher kein Fehler.


20.05.06

Raiders of the Lost Ark

20:54

USA 1981 - Regie: Steven Spielberg - DVD Paramount - IMDb


You Americans, you're all the same. Always overdressing for the wrong occasions.

Ein weiterer Film, der meine Kindheit sehr geprägt hat. Harrison Ford gehörte einmal zu meinen Lieblingsschauspielern. Jetzt ist er aber leider in die Jahre gekommen und ich weiss wirklich nicht, wie die noch einen vierten Teil machen wollen. Ich bin eh der Meinung, man sollte diese grandiose Trilogie so lassen wie sie ist und auf keinen Fall weiterführen. Mit einem anderen Schauspieler sowieso nicht! Harrison Ford ist doch einfach die perfekte Wahl für Indiana Jones. Sehr lustig auch zu wissen, dass eigentlich Tom Sellek die Rolle des Indiana Jones bekommen hätte, wäre er nicht bei der Serie Magnum P.I. eingestiegen, wo das grosse Geld winkte. Auch die Rolle des Sallah, schlussendlich gespielt von John Rhys-Davies, hätte ein anderer bekommen müssen, nämlich Danny DeVito. Der war nämlich Steven Spielbergs erste Wahl. Auch sehr amüsant zu sehen ist der junge Alfred Molina in seiner ersten richtigen Rolle. Jaja, da war er wirklich noch etwas jünger. Wunderbar ist auch Ronald Lacey als deutscher Major. Haha, dieser Gesichtsaudruck, köstlich! Diesen Film sehe ich persönlich als Meisterwerk an. Es stimmt so zu sagen alles. Angefangen bei der Geschichte, die grundsätzlich simpel ist, aber irgendwie trotzdem sehr fesseln kann und interessant ist, weil sie auch mit der Nazizeit verknüpft ist und irgendwie eben total fiktiv ist. Ein weiterer Punkt ist, dass der Film keine Längen aufweisen kann. Ich hab den Film sicherlich schon 10 mal gesehen und trotzdem wurde es mir zu keiner Sekunde langweilig. Immer ist was los in dem Film. Ein höllisches Tempo, wenn man bedenkt, dass der Film gleich zu Beginn der 80er Jahre gedreht wurde. Die Actionszenen können nämlich immer noch begeistern. Die Verfolgungsjagd per LKW oder auch der Fight beim Flugzeug ist auch heute noch, in der Zeit der schnellen Schnitte, mehr als nur ansehnlich. Ein weiteres ganz ganz grosses Plus ist natürlich der absolut grandiose Soundtrack von John Williams. Meine Güte, wenn ich den Titelsong höre krieg ich immer wieder Gänsehaut. Einfach nur meisterhaft von ihm, einmal mehr! Übrigens wurde ein Teil des Films im genau gleichen Canyon in Tunesien gedreht, wo auch die Szene in Star Wars gedreht wurde, in der R2D2 und C3PO herumirren. Die beiden wurden übrigens in einer Szene, in den Katakomben wo die Bundeslade ist, in einer Säule verewigt. Ist im Film auch zu sehen. Das sind so kleine Eastereggs, die einen Fan der Filme natürlich freuen.

Wer bei diesem Film über ein paar Logiklöcher nicht hinwegsehen kann, ist wirklich nicht mehr zu retten. Als Gesamtbild, ist Jäger des verlorenen Schatzes nämlich definitiv einer der besten Abenteuerfilme des letzten Jahrhunderts. Alles harmoniert so gut zusammen. Die Musik, die Schauspieler, die Locations und sogar auch die Geschichte weiss bis zuletzt zu unterhalten.


13.05.06