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The Grudge 2

00:24

USA 2006 - Regie: Takashi Shimizu - DVD Constantin Film - IMDb


She used to take evil spirits out from a person and feed them to her daughter.

Teil 1 fand ich höchst unterhaltsam und schrecklich gruselig zugleich. Damals war ich auch sehr zuversichtlich, dass eine Fortsetzung was Gutes werden könnte. Leider ist das Ergebnis dieses zweiten Parts mehr als ernüchternd. Obwohl Produzent Sam Raimi und auch Regisseur Takashi Shimizu bei der Fortsetzung wieder die gleichen Aufgaben übernahmen, ist das Resultat wirklich erschreckend einfallslos.

Wo man im ersten Teil mit den Schockeffekten fast geizte, übertreibt man es hier ganz klar. Der Reiz der Gruselmomente ist gegen Ende, wo er ja am höchsten sein sollte, völlig verpufft. Ich war so gesättigt von diesen Szenen, dass sie mir am Schluss dann irgendwie gleichgültig wurden. Man hätte es bei der Menge wie bei Teil 1 belassen sollen. Tricktechnisch sind die Effekte hier natürlich raffinierter geworden und man merkt auch, dass die Macher ihre Fähigkeiten in dem Bereich zeigen möchten. Anfänglich sind sie auch wirklich gruselig und der tolle Surroundsound trägt ebenfalls viel dazu bei. Leider am Ende aber einfach zuviel des Guten. Es ist alles wie eine Gruseleffektshow.

Was den Erstling weiter ausmachte, war seine Hauptprotagonistin bzw. Sarah Michelle Gellar. Ich hätte mir den Film auch ohne sie angeschaut, aber wenn sie natürlich dabei ist, macht es den Film noch ein ganzes Stückchen attraktiver. In Teil 2 hat sie leider nur eine Art Cameo. Kein grosser Part. Die Hauptrolle wird hier von Amber Tamblyn verkörpert. Ich fand sie langweilig. Teresa Palmer und Sarah Roemer sind da schon um einiges netter anzuschauen und Letztere freu ich mich in „Disturbia“ wiederzusehen.

Die Handlung von The Grudge 2 ist in drei verschiedene Stränge geteilt, die dann am Ende einen Sinn ergeben sollen. Das ist am Ende auch der Fall. Zwar nichts Grossartiges, aber doch alles schön plausibel. Doch das Problem dabei ist, dass man in den vorherigen 90 Minuten völlig im Schilf steht und keinen blassen Schimmer hat, inwiefern diese drei Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Mit der Zeit demotiviert dies das Mitverfolgen der Geschichte. Das ist wahrlich keine geschickte Erzählweise. Über Logiklöcher verlier ich bei solchen Filmen gar nicht erst weiter Worte.

Eine akzeptable erste Stunde ersäuft sich dann leider selbst in den eigenen Stärken. Ein paar hübsche Nebendarstellerinnen, gute Schockeffekte, solange sie nicht im Übermass erscheinen, und die nette Tatsache einer plausiblen Auflösung am Ende, von Logik mal abgesehen, machen den Reiz des zweiten Teiles aus. Nach The Grudge 2 ist die Zuversicht eines guten dritten Teiles aber dahin. Etwas, das man leider viel zu oft erkennen muss.


04.05.07

The Grudge

16:19

Japan/USA/Germany 2004 - Regie: Takashi Shimizu - DVD Constantin - IMDb


When someone dies in the grip of a powerful rage... a curse is born.

Gestern hab ich mir, nach The Ring 2, ein weiteres Remake eines japanischen Horrorfilms angesehen. Schonmal vorweg: The Grudge ist um Längen besser. Mir gefällt es sehr, dass bei der Umsetzung das japanische Flair nicht verloren ging. Man fühlt sich wirklich in Japan versetzt und fühlt auch wirklich einen Hauch der japanischen Kultur. Liegt natürlich auch daran, dass der Regisseur Takashi Shimizu, der auch schon das Original gedreht hat, viel von Japan in den Film integriert. Was bei The Ring 2 nicht geklappt hat, funktioniert hier meiner Meinung nach ausgezeichnet. Die Story ist eigentlich nichts spezielles, liefert aber eine sehr gute Basis für gruselige Momente. Davon gibt’s bei The Grudge zuhauf und ich wurde ein paar Mal so richtig geschockt. Die Atmosphäre wird vor allem mit dem Sound aufgebaut. Wer also ein 5.1 Soundsystem sein Eigen nennt, hat ganz klar Vorteile bei der Atmosphäre. Soundtechnisch wirklich eine der besten DVDs auf dem Markt. Die Geschichte nutzt sehr viele Rückblendungen um sie voranzutreiben. Das hält den Film immer interessant und den Zuschauer wach. Der Soundtrack von Christopher Young trägt ebenfalls sehr zum Ambiente bei und passt perfekt zum gruseligen Setting.
Die Schauspieler, angefangen bei Sarah Michelle Gellar sind allesamt sympathisch und spielen gut. Sie hat die Rolle der Pflegerin Karen inne und verkörpert diese überzeugend. In dem Genre hat sie ja auch schon reichlich Erfahrung sammeln dürfen.

The Grudge hat mich wirklich überaus positiv überrascht. Die Spannung ist durch und durch aufrecht und hält einem bis zum Ende an der Stange. Auflösungen gab es auch schon schlechtere, schauspielerische Leistungen in einem Horrorfilm ebenfalls und die Art wie die Geschichte erzählt wird, gefiel mir auch sehr gut. Wer mal so richtig geschockt werden möchte, der sollte sich diesen Film unbedingt anschauen. Vorausgesetzt man ist im Besitz von Surround Sound. Dann ist der Spuk nicht mehr aufzuhalten.
Ich jedenfalls, freue mich schon tierisch auf den Nachfolger und bin zuversichtlich, dass er ähnlich gut wird.


09.09.05