USA 1990 - Regie: Robert Zemeckis - DVD Universal - IMDb

Howdy Doody time?
Nachdem ich die Vorschau zum dritten Teil am Ende des zweiten Teiles gesehen habe, freute ich mich gleich noch mehr auf das Ende der Trilogie. Der Wilde Westen! Wieder sieht man altbekannte Szenen, jetzt nicht in der Zukunft und auch nicht in den 50er Jahren, sondern einfach im Wilden Westen Setting. Der Bösewicht wird wie schon in den Vorgängern vom gleichen Schauspieler verkörpert, jetzt einfach im Wilden Westen Style. Im Wilden Westen ist es nun auch Dr. Emmet Brown, der es mit der Liebe zu tun kriegt und nicht Marty. Einige mögen sie ein wenig fehl am Platz finden. Ich jedoch fand es teilweise recht komisch wie Brown mit der Situation umging und ausserdem fördert ihre Beziehung am Ende auch drastisch die Spannung! Der Hauptscore wurde für diesen Teil sogar noch ein wenig modifiziert und klingt wie ich finde ein Spürchen besser und passt besser zur Epoche. Die schauspielerischen Leistungen können alle wieder überzeugen, natürlich allen voran die erneut sehr sympathische Darbietung von Michael J. Fox. Verglichen mit den anderen beiden Teilen finde ich diesen zwar schwächer als den ersten Teil, aber dennoch besser als Teil 2. Man wird hier nicht so sehr durch die Zeiten geschleudert wie im zweiten Teil und man konzentriert sich wirklich nur auf den Wilden Westen und diesen eben mit sehr viel Liebe zum Detail und auch Witz wiederzugeben. Sehr amüsant fand ich, wie Marty sich im Wilden Westen nennen liess, nämlich Clint Eastwood. Auch das Duell gegen Mad Dog Tannen am Ende ist klar eine Anspielung auf Für eine Handvoll Dollar. Auch im zweiten Teil gibt’s eine Anspielung auf diesen Westernklassiker. Nämlich als Biff Tannen im Homepool fernsieht schaut er sich Für eine Handvoll Dollar an. War also eine Anspielung darauf, was im dritten Teil dann kommen würde. Schliesslich wurden diese beiden Teile soweit ich weiss sehr nahe nacheinander gedreht.
Das Ende fand ich ähnlich spannend wie beim ersten Teil. Das hatte ich im zweiten Teil ein wenig vermisst. Auch das Setting finde ich hier wirklich toll umgesetzt mit lustigen Anspielungen auf Genreklassiker. Deshalb hat der dritte Teil in der Rangliste die Nase vorn gegenüber dem zweiten.

14.03.06
USA 1989 - Regie: Robert Zemeckis - DVD Universal - IMDb

This is heavy!
Fortsetzungen sind ja immer so ne Sache. Teilweise richtig abgrundtief bescheiden, manchmal aber auch wirklich gut, wie in diesem Fall. Die wichtigen Charaktere werden auch im zweiten Teil wieder von den gleichen Schauspielern gespielt. Im zweiten Teil als Bösewicht wieder Thomas F. Wilson der Biff Tannen verkörpert und diesmal eine etwas wichtigere Rolle im Geschehen spielen darf. In diesem Teil muss Marty McFly mehrere Zeitreisen unternehmen und landet in verschiedenen Zukünfte von Hill Valley. Jedenfalls sieht man nun auch die Zukunft von Hill Valley und erlebt dabei so einige Déjà-Vus. Die Charaktere sind eigentlich neue Menschen, doch ihr Verhalten gleicht in einigen Situationen wie ein Ei dem anderen. Auch der Ablauf am Anfang von Hill Valley in der Zukunft hat man eigentlich schon miterlebt im ersten Teil. Dort einfach 1955. Jetzt aber 2015. Langweilig wird’s aber trotzdem nicht, dank tollen Ideen und irgendwie einem sehr interessanten Zukunftsszenario. Negativ fand ich das Make-Up der in der Zukunft gealterten McFly Familie und auch der alte Biff Tannen sieht eher wie ein Zombie aus als ein alter Mensch. Das fand ich dann wirklich eher schwach. Fiel mir eigentlich auch schon bei Teil 1 auf, doch dort fällt’s nicht so ins Gewicht, da die Einstellung dort rund eine Minute dauert und nicht mehr. Da hätte man sicherlich auch Ende der 80er Jahre besseres herausholen können.
Ansonsten aber eine wirklich gute Fortsetzung. Sie faszinierte mich aber nicht mehr so sehr wie das Début, da man vor allem anfangs sehr viel Altgebackenes einfach in neuer Umgebung sieht. Unbestritten gut ist aber der Witzanteil auch im zweiten Teil.

13.03.06
USA 2005 - Regie: John Polson - DVD 20th Century Fox - IMDb

Is your daughter this crazy?
Hide and Seek ist ein gruseliger Thriller. Er mag zwar als Horrorfilm vermarktet werden, aber als solchen würde ich ihn nicht bezeichnen. Dafür ist er einfach zu wenig beängstigend. Die Geschichte, wie oben beschrieben, ist eigentlich nichts Besonderes. Doch durch die beiden richtig guten Schauspieler, vermag sie dennoch zu fesseln. Dakota Fanning spielt einmal mehr einfach vorzüglich und Robert De Niro ist hier, mit seiner Vaterrolle, zwar ein wenig unterfordert, verkörpert ihn meiner Meinung nach aber dennoch sehr gut. Den ganzen Film hindurch wird eine wirklich gute Atmosphäre aufgebaut, sodass man in der Mitte des Filmes so richtig vom Geschehen gefesselt wird und gespannt ist, wer denn nun dieser Charlie wirklich ist. Selbstverständlich wird auch in diesem Film das Geheimnis gelüftet und einmal mehr fällt es ziemlich ernüchternd aus. Natürlich werde ich hier aber nichts verraten. Nach der Auflösung ist mir jedoch schleierhaft, weshalb man noch 20 langweilige Minuten sehen muss. Das wäre wirklich nicht nötig gewesen und nimmt dem Film am Ende noch total die Substanz. Denn nachdem das Geheimnis gelüftet wurde, fragt man sich nur noch: Wann um Himmels Willen ist der Film endlich zu Ende?
John Polson, der ja eigentlich vorwiegend Schauspieler ist, hat es leider nicht ganz geschafft mit mich Hide and Seek so richtig zu überzeugen. Ich fand den Film vor allem in den ersten zwei Dritteln interessant, weil ich die beiden Schauspieler hervorragend finde, aber gegen Ende, wird er leider einfach nur langweilig. Allen voran der Teil nach der Auflösung ist absolut überflüssig. Mir kommt das so rein, also habe man am Ende der Dreharbeiten erst 80 Minuten Filmmaterial gehabt. Dann hat man sich gesagt, das entspräche keinem Film mit Dakota Fanning und Robert De Niro in den Hauptrollen, also müssen wir schnell das Ende in die Länge ziehen um auf die 100 akzeptablen Minuten zu kommen. Schade! Man hätte im Mittelteil sicherlich noch was einbauen können, dafür den Film prägnanter beenden.

11.09.05