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Zodiac

14:22

I need to stand there, I need to look him in the eye and I need to know that it's him.
David Fincher (USA 2007)
DVD

Da ich gerade mit Reisevorbereitungen alle Hände voll zu tun habe, nur wieder ein eher kurzer Text zu meiner neuesten Sichtung. Vom Look her ist Zodiac ein typischer Fincher Film. Alles ist sehr dunkel gehalten, dass auch Szenen bei Tage wie Dämmerungssequenzen erscheinen. Die Spielereien mit der Kamera kürzt Fincher sichtlich, um vermutlich der Zeitspanne in der die Geschichte spielt gerecht zu werden. Der Informationsfluss ist beachtlich und zeigt auch mit welcher Hingabe sich Fincher mit dem Killer aus San Francisco auseinandergesetzt hat. Die Schwerpunkte legt er dabei klar auf die Ermittler und Graysmith, der in bester Privatdetektiv-Manier die Suche nach dem Z Killer nie aufgibt und später ein Buch über ihn schreibt. Zodiac weiss ganz einfach auf seine eigene Weise zu fesseln und lässt einem vor allem wegen den immer neu auftretenden Informationen und Spuren (die sich oftmals auch als falsch erweisen) nicht los.

American Psycho

19:47

USA/Canada 2000 - Regie: Mary Harron - DVD Concorde - IMDb


I have to return some videotapes.

Mal wieder ein Film, der so eine ganz speziell gute Atmosphäre aufweisen kann. Toll wie Mary Harron diese Todeskälte in den Wohnungen von Serienmörder Patrick Bateman zum Ausdruck bringt. Eine wirklich tolle Atmosphäre. Klar ein Film, der sich gegen die Yuppies der 80er Jahren wendet. Die Skrupellosigkeit und Gefühlsabstumpfung der von Erfolg verwöhnten und teuer lebenden Akteure wird hier ganz klar dargestellt und das wie ich finde sehr gut! Christian Bale hätte wohl kaum besser besetzt werden können. Er spielt wirklich vorzüglich. Und in einer Szene, Stichwort Kettensäge, bekam ich sogar richtig Schiss vor ihm. Beängstigend wie er da reinblickt. Er ist definitiv Dreh- und Angelpunkt in dieser Geschichte und ohne seine schauspielerische Leistung, wäre der Film wirklich nur halb so packend. So ziemlich jedes Klischee der Yuppies wurde hier in diesem Film dargestellt. Beispielsweise der Drang besser zu sein als die anderen und auch das Einzelleben dass sie führen. Egoismus natürlich nicht zu vergessen. Der Film scheut auch nicht davor zurück, ein wenig nackte Haut zu zeigen. Ein wenig unfertig, fand ich aber Willem Dafoes Rolle als Ermittler. Er kommt zwar zwei dreimal vor, aber danach ist er plötzlich verschwunden. Unter all diesen „Kotzbrocken“, die der Film bietet ist es aber schön zu sehen, dass es neben dem Ermittler Kimball auch noch die nette Sekretärin Jean gibt. Toll gespielt von Chloë Sevigny. Sie bringt den nötigen „Normalen Touch“ rein. Das Finale um Patrick Bateman wurde wirklich toll inszeniert. Zum Glück aber mit einer Priese Selbstironie und natürlich mit dem toll spielenden Christian Bale. War das am Ende etwa echter Schweiss, vor lauter Anstrengung? Ich würde es auf jedenfall verstehen.

Anfangs muss man sich erst an diese Welt gewöhnen, die doch nicht sehr alltäglich ist. Doch dann bekommt man einen hervorragenden Blick in das Leben erfolgsverwöhnter New Yorker Yuppies dieser Zeit. Alles ist packend dargestellet und zudem auch noch mit passender Musik untermalt. Ich mag Filme, die Einblicke in wirklich andere Lebensweisen offenbaren. Immer höchst interessant! Diesen Film schaut man deshalb sicherlich auch gerne ein zweites Mal.


29.05.06